Ganzheitliche Ernährungsberatung
Die andere Ernährungsberatung, unkonventionell, ohne Verbote und schlechtes Gewissen.
In enger Zusammenarbeit mit Frau Dr. med. Chantal Füssler, Schindellegi

Reformhaus-Fach-Akademie


Maximilian Oskar Bircher Benner (1867 - 1939)

Aktueller den je: dieses Jahr wäre die Bircher Benner Klinik am Zürichberg 100 Jahre alt.

Maximilian Oskar Bircher-Benner
Der grosse Wurf gelang Bircher Benner genau vor 100 Jahren, als er 1904 am Zürichberg, nicht weit vom Hotel Dolder, sein Sanatorium Namens "Lebendige Kraft" eröffnen konnte, die spätere Bircher-Benner Klinik. Internationale Prominenz wie Golda Meier, Yehudi Menuhin, Thomas Mann, oder Maria Becker waren dort Gäste. Das Museum Mühlerama in der Mühle Zürich-Teifenbrunnen widmet, aus Anlass des 100 Jährigen Jubiläums der Bircher-Benner Klinik, dem Birchermüesli eine Sonderausstellung. Sie dauert bis Ende Januar 2005. Weitere Informationen sind erhältlich unter www.muehlerama.ch.
Vor 65 Jahren am 24. Januar 1939 ist Max Oskar Bircher Benner 72 Jährig in Zürich gestorben.

Bircher-Benner, der Rohkost Pionier, war seiner Zeit weit voraus. Heute erkennen wir bei jeder neuer Erkenntnis im Ernährungsbereich das er recht hatte. Ich persönlich kannte von zu Hause her seit ganz klein das berühmte Bircher-Müesli, wusste aber damals noch nicht wieso das so hiess.

Als ich als Zehnjähriger mit meinen Eltern in Paris war, sprach uns ein ganz alter Franzose in einem Strassencafé an, ob wir aus der Schweiz kähmen. Er kenne die Schweiz gut sei er doch als junger Mann in Zürich, dank einer Kur bei Bircher-Benner nach schwerer Rheumakrankheit geheilt worden. Er sei heute in hohem Alter noch gesund und munter, weil er von Bircher Benner gelernt habe richtig zu essen und gesund zu leben. Später hörte ich noch oft von Bircher Benner während meiner Lehre - und den über zwanzig Jahren Reformhaus Tätigkeit. Auch heute vergeht kein Tag an dem ich nicht mit Bircher Benner konfrontiert werde.

Seit Jahrzenten versuche ich vergeblich scherzhaft meinen lieben deutschen Ernährungsberater KollegInnen beizubringen, das man auch auf hochdeutsch das Bircher Müesli keinesfalls Birchermüsli nennen dürfe weil ein Müsli eine kleine Maus aber niemals ein Müesli sein könne.

In der Ausbildung zum Ernährungsberater hörte ich meinen Ausbildner Dr. med Helmut Anemueller immer von Dr. Bircher Benner schwärmen. Mit ihm war ich dann auch mal in der Bircher Benner Klinik in Zürich zu Besuch als es sie noch gab. Zusammen mit der refo Ernährungsberater Vereinigung besuchten wir die Klinik am Zürichberg. Diese Klinik gründete Bircher 1904 und nannte sie "Sanatorium "lebendige Kraft".

Bircher Benner wurde am 22. August 1867 am Stadtrand von Aarau, nahe der Glockengiesserei geboren. Die Glockengiesserei die als einzige in der Schweiz heute noch existiert. In einer frühen Morgenstunde des 22. August 1867 loderte aus der Kirchenglockengiesserei Aarau ein Flammenmeer gen Himmel. Ob dieser Feuersbrunst erschreckte sich eine schwangere Frau im Nachbarhaus dermassen, dass sie zwei Monate zu früh gebar - ihren zweiten Sohn Max, der später durch ein bewegtes Leben eines zu früh Gekommenen zum Jahrhundertschweizer werden sollte. Den zähen Überlebenswillen und die spätere Schaffenskraft hatte er wohl von seinen bergbäuerlichen Vorfahren erlebt.

Dr. Bircher studierte Medizin an der Universität in Zürich und Berlin. Am 1. Dezember 1891 eröffnete Max Bircher seine erste Arztpraxis im Industriequartier von Zürich. Mit seiner Frau Elisabeth Benner, die aus dem Elsass kam, hatte Bircher sieben Kinder.

Später beschäftigte er sich in Wien mit Psychoanalysen von Freud und mit der Hydrotherapie von Sebastian Kneipp. 1897 gründete Bircher seine Privatklinik in Zürich, nahe dem Römerhofplatz.

Spott und Tadel erntete Maximilian Oskar Bircher Benner, als er erstmals öffentlich erklärte, Getreide, Früchte und Gemüse seien wertvollere Lebensmittel als Fleisch. Das war im Januar 1900 im Zunfthaus zur Saffran vor der Zürcher Ärztegesellschaft. Birchers These stiess auf einhellige Ablehnung seiner Berufskollegen. Kein Mensch könne soviel Gemüse essen, befand einer der Zuhörer. Der damals 33-jährige Arzt liess sich nicht beirren. Heute gilt Bircher Benner als Wegbereiter der Vollwerternähung. Damals ging die Vereinig der Medizinischen Wissenschaft die Schulmedizin Ärzte sogar so weit zu sagen.

"Dr. Bircher jetzt haben Sie den Boden der Wissenschaft verlassen", und er wurde aus der Gemeinschaft sogar ausgeschlossen. Dr. Max Oskar Bircher-Benner war nicht nur ein grosser Meister der Ernährungsphysiologie; sein ganzer Charakter kennzeichnete ihn als wahren, berufenen Arzt, der auch den Einfluss der seelischen Funktionen erkannte. Da seelische Beeinflussung eine grosse Rolle spiele.

Gegenwart
Das Bircher Benner Archiv beherbergt ca. 160 Laufmeter Krankenakten nebst einer Reihe von Fotografien und Gegenständen in dem vor drei Jahren aufgebauten Bircher-Benner Archiv am Medizinhistorischen Institut und Museum der Universität Zürich. Archivleiter ist Eberhard Wolff.

Zukunft
Dr. med. Andres Bircher, der Enkel vom Maximilian Oscar Bircher Benner ist überzeugt vom gesundheitlichen und philosophischen Grundgedankens seines Grossvaters. Deshalb baute er derzeit am Genfersee eine neue Klinik auf. Zwecks Förderung und Erhalt der Gesundheit in einer von Fastfood geprägten und von Distress geplagten Menschen. Praktiziert hat er dies bereits an seinem einstigen Wohnsitz in Erlenbach. Seit sieben Jahren besitzt Kelsang Suter das 11 Zimmer-Haus. Er hat dieses leicht verändert und einen Teich mit Bächlein im Garten angelegt. Auch ein Kräutergarten fände hinter dem Haus Platz. "In der Natur ist alles vorhanden was Körper, Geist und Seele brauchen", betont der Tibeter. Nun möchte er das Haus verkaufen, doch den Bircher-Benner Geist der darin schwebe nicht auslöschen. "Das Haus könnte als Gedenk- und Informationsstätte dienen" ist seine Idee. "Dem Kanton Zürich würde dadurch die Bircher-Benner Kultur erhalten belieben." "Eine lebensfrohe Idee", findet der ehemalige Hausbesitzer Dr. med.. Andres Bircher, der sich jedoch auf den Aufbau seiner Bircher Klinik am Genfersee beschränkt. Laut Suter wäre Bircher für Vorträge in Erlenbach zu gewinnen, während die Therapien in der neuen Klinik in Genf blieben. Jetzt hofft Kelsang Suter auf ein breites Echo aus der Öffentlichkeit auf seine Ideen. Er bestätigt, bereits mit Gleichgesinnten zu verhandeln. Toll das die Bircher Benner Philosophie wieder weiterlebt, sie hat es verdient ist sie doch aktueller den je!

Bircher-Brenner KlinikBircher-Brenner KlinikBircher-Brenner Klinik

Bircher-Benner Klinik am Zürichberg 1904 / 2004
Rechts: so sieht die Klinik heute aus als Zürich Development Center, an wunderschöner Lage am Zürichberg (Keltenstrasse 48, 8048 Zürich)

Sein Original Bircher Müesli von ihm selber Speis genannt sah folgendermassen aus:
Birchermüesli (D’Spys) (Original Rezept nach Dr. Maximilian Oskar Bircher Benner )

Zutaten

  • 2-3 kleine oder 1 grosser Äpfel samt Schale und Kerngehäuse
  • 1 Löffel Haferflocken zwölf Stunden vorgeweicht in in drei Löffel Wasser
  • 1 Löffel geriebene Baum und Haselnüsse sowie Mandeln
  • 1 Löffel gezuckerte Kondensmilch
  • Honig oder Zucker
  • Saft einer halben Zitrone

Zubereitung
Kurz vor dem Essen die Haferflocken mit dem Wasser, der Kondensmilch und dem Zitronensaft vermischen. Die von Stilen und Fliege befreiten, gewaschenen, ungeschälten Äpfel Hineinreiben und alles sofort miteinander vermischen und auftragen (servieren). Wichtig ist, dass die Zubereitung unmittelbar vor dem Essen erfolgt.

Der Genuss
Maximilian Bircher-Benner empfahl sein Müesli als Frühstück, Abendbrot oder als ersten Gang beim Mittagsmahl, niemals jedoch als Nachtisch oder gar als Mahlzeit.

Die Hauptsache der "Spys" war der Apfel, nicht das Getreide, wesshalb Bircher vom Letzteren bewusst nur eine kleine Menge beigab. Und im Gegensatz zu anderen tradionellen Getreidespeisen wird das Müesli - zur Freude der Küchenchefs kalt genossen.

Die Crux
Wenn Bircher-Benner sähe, was heute alles für Mischmaschkreationen unter dem Begriff "Birchermüesli" feilgeboten werden, wenn ihm des weiteren bekannt wäre, dass der Name seiner Gesundheitsspeise als ein Synonym für "schreckliches Durcheinander" (Original Annemueller Aussprache) steht ("das ist ein schönes Birchermüesli") dann würde er sich wohl im Grabe umdrehen...

Wenn Sie sich zum Thema Bircher Müesli beraten möchte sind sie beim grossen Bircher Benner Bewunderer beat stricker an der richtigen Adresse. Wenn Sie ein gute Birchermüesli oder gute Zutaten dafür suchen sind sie in einem Bio Fachgeschäft www.bionetz.ch an der richtigen Adresse!

Das Birchermüesli und seine vollwertige Ernährung mit wenig oder ohne Fleisch und viel Gemüse und Früchten ist aktueller den je. So sind auch heute noch diverse Bücher von Bircher-Benner erhältlich wie zum Beispiel das folgende. Unter www.amazon.de werden sie noch weitere lieferbare Titel vom Bircher Benner finden:


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Werk des berühmten Birchermüesli-
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