Ganzheitliche Ernährungsberatung
Die andere Ernährungsberatung, unkonventionell, ohne Verbote und schlechtes Gewissen.
In enger Zusammenarbeit mit Frau Dr. med. Chantal Füssler, Schindellegi

Reformhaus-Fach-Akademie


Fructose-IntoleranzFructose Intoleranz (FI)

Fructose- oder Fruchtzucker- Intoleranz (FI) ein zurzeit sehr aktuelles Thema zu dem ich viele Anfragen habe.

Wenn Obst und Gemüse krank machen
Eine neue Erkrankung auf dem Vormarsch

Führt der Verzehr von Fruchtzucker (Fructose) zu Unverträglichkeit kann eine hereditäre Fructoseintoleranz (HFI) oder eine Fructosemalabsorption (FI) vorliegen. Bei der HFI muss eine strikt fructosefreie Diät eingehalten und Fruchtzucker nicht nur in freier sondern auch in sonstiger Form wie z.B. Saccharose, Inulin, Sorbit, Invertzucker und Honig vollständig gemieden werden. Bei der Fructosemalabsorption (FI) ist dagegen Fructose und meist auch gegen Sorbit bestehende Unverträglichkeit mengenabhängig, so dass hier nur auf Lebensmittel mit hohem Fructose- bzw. Sorbitgehalt verzichtet werden muss.

Es ist wichtig klar zu unterscheiden zwischen den zwei Formen, die unterschiedlich Therapien und Ernährungsregime brauchen.
Bei der erblichen hertiären Fructoseintoleranz (HFI) können bei einer nicht Einhaltung einer strengen fructosefreien Diät, schlimme Störungen wie  Krämpfe, Leberzirrhosen, Rachitische Erscheinungen usw. Bei der intestinalen Fructosemalabsorbtion müssen frutosereiche Lebensmittel gemieden werden, siehe Tabelle:

Fructosereiche Lebensmittel  

 

Fructosegehalt (g/100g)

Apfel

5,74

Birne

6,73

Kirsche, süss

6,14

Weinbeere

7,44

Apfelsaft

6,40

Grapefruitsaft

4,20

Kirschkonfitüre

21,68

Apfelgelee

27,10

Feige, getrocknet

23,50

Honig

38,80

   

Zucker

 

Erlaubte

Verbotene

Aspartam

Fruchtzucker (Fructose, Laevulose)

Cyclamate

Haushaltzucker (Saccharose)

Traubenzucker (Glucose, Dextrose)

Invertzucker (im Honig)

Milchzucker (Laktose)

Sorbit

Maltodextrin

 

Saccharin

 

   
Fruchtzuckerfreie Diät bei Fructosemalabsorption
Erlaubt Verboten

Milch, Nature Jogurt, Quark, Buttermilch, Rahm, Reine Käsesorten ohne Zusatzstoffe

Fruchtzuckerenthaltende Milchprodukte

Jegliche Art von Fleisch, Fisch, Eier

Fruchtzucker enthaltende Fleischprodukte.
Marinierte Fleischwaren

Spargeln, Kabis, Kohl, Sellerie, Grüne Bohnen, Spinat, Kopfsalat, Lauch, Linsen, Pilze, Schwarzwurzeln, Broccoli

Alle anderen Gemüse und Früchte

Kartoffeln. Reis, Teigwaren, Weizen

Süsskartoffeln. Kartoffeln am Vortag gewässert. Dinkel, Hirse, Hafer

Avocado, Papaya, Rhabarber

Alle anderen Früchte und Fruchtsäfte

Kein Brot. Kräckers etc.

Jegliches brot und Gebäck

Mais, Buchweizen

Getreide

Butter, Margerine, Öl, selbstgemachte Mayonnaise, Salatsaucen ohne Zucker

Fertig Saucen und Mayonnaise mit Zucker

Salziges Knabbergebäck

Alle zuckerhaltigen Desserts

Gemüsesäfte, Tees, Wasser, Gewürze, Zuckerfreie Bouillons

Sirup, Zucker, Honig, Konfi, Nüsse, Süssgetränke, Schokolade, Guetzli, Kuchen, Glacé, Diabetikerprodukte

   

Die Listen haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, das sind nur Beispiele.

Fructose-Intoleranz kommt selten allein
Unangenehmerweise kommt Fructose-Intoleranz häufig zusammen mit anderen Erkrankungen vor. Zum Beispiel Laktose-Intoleranz (Milchzucker), Histamin-Intoleranz oder auch mit dem Reizdarmsyndrom.

Was tun?
Da dieses Thema relativ neu und ziemlich komplex ist, kommen betroffene kaum um eine fachkundige Beratung herum. Nach einer klaren Diagnose ist eine Ernährungsberatung sehr zu empfehlen. Die Diagnose ist sehr aufwändig und basiert auf verschiedenen Arten von Tests. Der Atmetest ist angezeigt bei einer  intestinalen Fructoseintoleranz bei einer herditären Fructose Intoleranz ist vom Atemtest Abstand zu halten, dort sind aufwändigere Diagnose Methoden notwendig.

Der Atemtest
Die intestinale Fructoseintoleranz lässt sich durch einen Atemtest einfach diagnostizieren. Hierbei gibt der Patient nach Einnahme von Fruchtzucker, Atemproben ab, deren Wasserstoffgehalt gemessen wird. Der Wasserstoff entsteht durch die Vergärung der Zuckerstoffe durch die Darmbakterien. Übersteigt er eine kritische Marke, so kann man relativ zuverlässig auf eine Fruchtzuckerunverträglichkeit schliessen.

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